Rezensionen von der Fahrt in die Oper

Am 13.02.2005 besuchte der Musikkurs unter Leitung von Herrn Budde die Oper "Le Nozze di Figaro". Diese Rezensionen sind Ergebnisse der Besprechung der Oper im Unterricht.

Die Fotos von dieser Veranstaltung findest du hier.

Pornografische Darstellung oder eine klassische Oper?

Als am 13.o2.2oo5 im Dortmunder Opernhaus der Vorhang fiel, herrschte sofort Stille im Saal. Gleich zu Beginn der Vorstellung zog die atemberaubende Musik die Besucher in ihren Bann. Zwar sangen die äußerst professionellen Sänger die Oper auf Italienisch, der Originalsprache, dennoch war dies in keinster Weise eine Beeinträchtigung, da die Übersetzung auf eine Leinwand über der Bühne projiziert wurde.

Allerdings erregten schon im ersten Akt einige "Handlungen" Aufsehen. Denn dass die Schauspieler mehr als einmal anzügliche Gesten machten, ist nicht abzustreiten. Einige Opernbesucher staunten nicht schlecht, denn ist es nicht merkwürdig, so etwas in einem klassischen Stück von Wolfgang Amadeus Mozart zu sehen?

Das ist es durchaus, dennoch war es ein geschickter Schachzug des Regisseurs, da so die verworrene und komplizierte Handlung viel besser zu verstehen gewesen ist. Man kann also durchaus sagen, dass der nicht enden wollende Applaus am Ende der Oper verdient war. Die Darsteller gaben ihr Bestes und sorgten für einen unterhaltsamen Abend. Vor allem der von einer Frau gespielte pubertierende Cherubino, der gerade seine Liebe zum anderen Geschlecht entdeckte, war für die Zuschauer sehr amüsant.

"Figaros Hochzeit" oder "Le Nozze Di Figaro", wie es im Original heißt, war eine sehenswerte Vorstellung. Nach all den Jahren hat Mozarts Stück nichts von seinem revolutionären Charakter verloren. Zitat des Publikums: "Bravo!" Auch von unserer Seite.

- Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten!! -

Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zu der Oper "Die Hochzeit des Figaro" ("Le nozze di Figaro") von Wolfgang Amadeus Mozart ist der Musikkurs der Jahrgangsstufe 11 unter Leitung von Herrn Budde nach Dortmund in die Oper gefahren. Bei Ankunft im Opernhaus bekam das aus dem Fernsehen bekannte Operngeschehen mit, denn um uns herum liefen ältere Ehepaare, insgesamt erwachsene Leute, teilweise mit Operngläsern in der Hand. Bei Eintritt in den Opernsaal war man etwas bedrückt, da man sich den Saal größer vorgestellt hatte.

Zu Beginn der Oper, 1. Akt, gab es leichte Probleme bei der Zuordnung der Personen, doch bei weiterem Zusehen des Geschehens konnte man sich in die Geschichte wieder einfühlen (?). Überraschungen gab es gegenüber den Sängern und Sängerinnen, die trotz hohem und lautem Gesang sich sehr schauspielerisch zeigten. Auffällig war das Bühnenbild in seiner einfachen, aber trotzdem ausdrucksstarken Aufmachung und die Vielseitigkeit des Spielortgebäudes. Nach einer kurzen Pause nach dem 2. Akt - man hatte zuvor die enormen Preise für Getränke bestaunt und den Orchestergraben angesehen - ging es mit dem 3. Akt weiter. Der letzte Akt, der in einem nachtblauen Hintergrund inszeniert wurde, wurde viel durch Lichtpunkte inszeniert. So bekam man auch Gänsehaut bei dem Gesang von der Gärtnerstochter Barbarina, die trotz ihrer zierlichen Figur unscheinbar wirkte, aber eine enorme Singstimme hatte. Nach langem Applaus ging es in schnellem Schritt Richtung Bahnhof.

Insgesamt war es eine interessante Erfahrung, bei der es allerdings schwer war, über die Länge des Stückes die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten.

Als wir uns am 13.2. gut gekleidet um 15.45 Uhr am Bahnhof trafen, hatten wir noch schlimme Befürchtungen. Die Erfahrung sagte uns, Opern sind langweilig.

Diese Befürchtungen verflogen auch nicht, als wir das obligatorische Gruppenfoto machten. Doch die erste Überraschung kam schon, als wir uns hinsetzten. Im Gegensatz zu vielen Theatern waren die Sitze bequem und man konnte die Bühne auch gut sehen.

Als dann der Vorhang aufging, erfüllte die Musik den Raum und die Schauspieler zeigten ihr Können, während wir uns in die Vergangenheit versetzt fühlten. Obwohl sie alles auf italienisch sangen und sprachen, hatten wir kein Problem, sie zu verstehen. Neben der Übersetzung hoch oben half uns dabei die gut rübergebrachte Stimmung.

Als dann das Stück zu Ende war, ging es wieder auf den Weg nach Hause, mit dem Gefühl, nichts falsch gemacht zu haben.

Schon auf der Zugfahrt stimmten wir uns auf den gemeinsamen Opernbesuch ein, indem wir unsere Erwartungen und "Befürchtungen" austauschten.

Auch wenn uns das Äußere des Gebäudes nicht unbedingt ansprach, waren wir von dem Saal beeindruckt.

Durch die festliche Kleidung (Jungen im Anzug) und die anderen Opernbesucher wurde eine ganz besondere Athmosphäre geschaffen.

Obwohl die Oper auf italienisch gesungen wurde, konnte man schon allein durch die Musik und die Gestik und Mimik viel verstehen. Außerdem wurde der Text auf Deutsch übersetzt, es war jedoch manchmal lästig, immer zwischen der Übersetzung und der Bühne hin- und herzuschauen. Dafür fanden wir es zumindest einfach schön, so etwas auf Italienisch zu hören.

Viele waren von der Stimmgewaltigkeit der Sänger und in welchen Lagen sie noch singen konnten beeindruckt. Obwohl Cherubino von einer Frau gespielt wurde, wusste sie in der Rolle zu überzeugen.

Durch die ansprechende Bühnengestaltung und Kleidung fühlte man sich direkt in der Zeit zurückversetzt.

Insgesamt wurde die vorher uns als sehr kompliziert erscheinende Handlung durch Musik und Schauspiel plötzlich viel klarer und verständlicher.

Manche waren von der Freizügigkeit auf der Bühne - die man bei einer Oper ja nicht unbedingt erwartet - überrascht.

Obwohl manche die Oper auch langweilig fanden, würden wir sagen, dass der Opernbesuch für die Meisten ein interessantes Erlebnis war, da manche dem Ganzen vorher eher skeptisch gegenüberstanden.

Diese Rezensionen wurden auf Herrn Buddes Wunsch online gestellt. Die Urheberrechte haben die Autoren.

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